Allgemeines zu den Bienenmaden

Vollkommen zu Recht gelten Bienenmaden als einer der besten, universell einsetzbaren Forellenköder. Die dicke, fleischige Made, die korrekterweise als Wachsmottenlarve angesprochen werden möchte, ist ein wahrer Leckerbissen für Forellen.

Meist bietet man den Forellen diese Leckerei direkt an der Wasseroberfläche oder an einer Pose an. Solch ein Köder imitiert hervorragend die natürliche Umgebung, in diesem Fall sich an der Oberfläche befindende Insekten, und sorgt so für zahlreiche Bisse.

Bienenmaden sind sowohl als Lebendköder als auch in Plastikform erhältlich.

Nutzung von Bienenmaden gefährdet Bienenbestand nicht

Keine Angst: Beim Angeln mit diesen Maden werden unsere ohnehin schon schwer mitgenommenen Bienenvölker nicht weiter reduziert. Es handelt sich nicht um Honigbienenmaden, sondern um sogenannte Wachsmottenlarven. Die Wachsmotten legen heimlich ihre Larven in Bienenstöcken, was zur fälschlichen Bezeichnung als Honigbienenmaden geführt hat!

Wann bieten sich Bienenmaden als Forellenköder an?

Bienenmaden sind fast zu jeder Jahreszeit und in jedem Gewässer eine gute Option. Man muss die Maden jedoch so realistisch wie möglich verwenden. Das heißt, man muss darauf achten, dass die Fangchancen mit diesem Köder gut sind. Dies ist vor allem im Sommer der Fall, wenn die Forellen nahe der Oberfläche auf Jagd nach Insekten gehen.

Im Winter hingegen, wenn die Fische in den tieferen Bereichen des Sees verschwinden, sind andere Forellenköder wie beispielsweise der Tauwurm meist sinnvoller und fängiger.

Sinnvolle Montagen

Das Angeln mit der Wachsmottenlarve ist äußerst universell. Die einfachste Montage ist das Schwimmerangeln, bei der der Angler der Forelle die Made kurz unterhalb der Oberfläche anbietet. Doch auch das Angeln direkt an der Oberfläche, mit oder ohne Wasserkugel, ist vielversprechend.

Seltener verwendet man die Bienenmade auch als Forellenköder beim Schlepp- oder Spinnangeln. Hier gilt es, die Larve so am Haken zu montieren, dass eine möglichst große Drehbewegung erzeugt wird. Gerade an Gewässern, an welche Kunstköder verboten sind lassen sich mit dieser Methode ähnlich wie beim Spinnfischen mit Forellenteig oftmals gut Fänge erzielen.

Sehr selten verwendet man die Made auch beim Grundangeln mit leichtem Auftrieb.

Im Endeffekt kann man beim Einsatz verschiedener Montagen sein Glück mit der Bienenmade versuchen.

Das Anködern von Bienenmaden

Am einfachsten ist das Anködern, wenn man etwas größere, aber sehr dünn drahtige Haken verwendet. So kann man die Made vollständig auffädeln, ohne dass sie sofort ausläuft. Somit bleibt sie lebendig und ihre Beweglichkeit bleibt bestehen.

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Bei den meisten Montagen verwendet man eine einzelne Bienenmade als Köder. Vor allem auf der Suche nach kapitalen, sehr vorsichtigen Forellen, kann es auch sinnvoll sein, eine oder mehrere weitere Maden zu verwenden, um den Haken komplett zu verstecken. Dabei fädelt man die Larven L-förmig auf den Haken auf. Zusätzlich wird bei dieser Montage beim Einholen die beste Drehbewegung erzeugt.

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Kombination lebendiger und künstlicher Bienenmade

Eine Kombination lebendiger Bienenmaden mit künstlichen Bienenlarven ist ausgezeichnet. Hier werden die künstlichen Maden zum „Verstecken“ des Hakens genutzt, die Echten hingegen sorgen durch ihre Bewegung für zusätzlichen Anreiz.

Die Freie Hakenspitze

Damit der Haken sicher im Forellenmaul haken kann, ist es wichtig dass die Hakenspitze nicht vom Haken bedeckt ist!!!

Wo sind Bienenmaden erhältlich?

Sowohl lebendige als auch künstliche Bienenmaden kann man in jedem gut sortierten Geschäft für Angelzubehör erhalten. Doch auch im Versandhandel kann man die kleinen Insektenlarven sowohl im Standard wie auch im XXL-Format erwerben.

Aufbewahrung und Haltbarkeit

Wachsmottenlarven lagert man kühl und trocken. Bei Temperaturen über 18 Grad steigt ihre Aktivität extrem an, wodurch in der Aufbewahrungsbox Kondenswasser entsteht, das sich negativ auf ihre Lebensfähigkeit und somit die Haltbarkeit auswirkt.

Bei einer korrekten Aufbewahrung, am besten in einem kühlen, trockenen Keller, können Bienenmaden mehrere Wochen lang als ausgezeichneter Forellenköder verwendet werden.

Bienenmaden im Kühlschrank

Im Kühlschrank sind Bienenmaden fehl am Platz. Hier ist die Temperatur zu niedrig. Anders wie die Maden der Fleischfliegen fahren sie ihre Aktivität nicht nur herunter, sondern verlieren an ihrer Saftigkeit und können auch sterben.

Als Alternative hierzu können selbstverständlich auch künstliche Larven erworben werden. Insbesondere die L-förmige Variante ist beim Schlepp- und Spinnfischen eine hervorragende Wahl.

Tipps zum erfolgreichen Madenangeln

Unter Beachtung dieser einfachen Tipps ist der nächste Angelausflug mit der Bienenmade fast garantiert ein Erfolg:

Bienenmaden Tipps:

  • Beobachte das Fressverhalten der Fische und passe deine Montage entsprechend an
  • Achte beim Aufziehen der Made darauf, dass diese nicht stirbt und ausläuft. Denn nur eine pralle Made ist ein hervorragender Forellenköder
  • Führt das Angeln mit Pose nicht zum gewünschten Erfolg, kannst du versuchen, die Maden durch gezieltes Einholen in stärkere Bewegung zu versetzen

Weitere Fischarten lieben Maden

Beißen die Forellen nicht wie gewünscht, haben immer noch andere Fische großes Interesse an Bienenmaden. Dazu zählen Aal, Barsch, Brasse und sogar die seltene Äsche.

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