Die Frage, welche Hauptschnur die richtige Angelschnur auf Forellen ist, stellt sich jeder Forellenangler immer wieder und dass zurecht, denn die Auswahl ist hier riesig. Sie erstreckt sich über die Hauptschnurklassen Monofil, Nanofil und Geflecht, welche es in den verschiedensten Durchmessern gibt. Hat man sich für eine dieser Klassen entschieden, so gibt es noch sehr große Unterschiede zwischen den einzelnen Produkten der Hersteller. Hierbei die für einen persönlich richtige Schnur zu finden erfordert viele Versuche, weshalb ich euch weiter unten persönliche Tipps aufzeige.

Nanofilschnur, Geflechtschnur, Multifilschnur

Auswahl der Forellenschnur

zum Schwimmerfischen

Als erstes beginnen wir mit der Auswahl der Hauptschnurklassen. Diese wählst du in erster Linie nach der gewünschte Art des Forellenfischens aus. So empfiehlt sich für das Schwimmerfischen eine Monofile oder auch eine Nonofile Schnur wie beispielsweise die „Gorilla UC-4 Forellenschnur“ oder die „Berkley Nanofilschnur“. Was die Schnurstärke angeht, so sollten diese bei der monofilen Schnur ca. 0,18mm sowie bei der nanofile Schnur ca. 0,12mm betragen.

Schnurdurchmesser für große Forellen

Sind Forellen oberhalb der 2 Kg. Klasse im Gewässer, oder liegen stark hindernisreichen Gewässern vor, so solltest du die Schnüre in den folgenden Schnurdurchmesser verwenden „Specitec monofile Forellenschnur Ø0,22mm sowie bei der „Berkley Nanofilschnur Ø0,15mm“. Eine geflochtene Schnur sollte, aufgrund ihrer größeren Reibung im Durchlauf des Schwimmers nicht verwendet werden.

zum Grundfischen

Beim Grundfischen hingegen kommt es auf eine sehr direkte Übertragung der Forellenbisse über eine weite Distanz an. Diese lässt sich nur mit einer Schnur welche über eine sehr geringer bis keiner Dehnung verfügt ermöglichen. Diese Eigenschaften weist lediglich eine geflochtene Schnur auf, wodurch sie bei dieser Art des Forellenfischens zu bevorzugen ist.

Beim Kauf von geflochtenen Schnüren solltest du darauf achten, dass diese rundgeflochten und nicht beschichtet sind. Durch die Rundflechtung laufen sie besser von der Rolle ab und lassen sich auch schöner Aufwickeln, da sie die auf der Rolle vorhandenen Leerräume besser ausfüllen. Eine beschichtete Schnur hat anfangs eine sehr hohe Tragkraft. Tritt jedoch eine Beschädigung der Beschichtung durch eine Bewegung im Knoten oder das Streifen an einer scharfen oder rauen Stelle auf, lässt die Tragkraft schlagartig nach.

Eine von mir beim Forellenangeln viel verwendete geflochtene Schnur ist die „Spiderwire Stealth Smooth Ø0,14mm transparent“. Meine persönlichen Erfahrungen gehen entgegen der Behauptung in vielen Werbungen, dass dies eine Nonofile Schnur ebenfalls könnte. Letztlich bleibt nun noch die Frage nach der richtigen Hauptschnur beim Spinnfischen auf Forellen. Hierfür können sowohl die geflochtene Schnüre wie beispielsweise die oben empfohlene „Spiderwire Stealth Smooth Ø0,14mm transparent“ sowie auch nanofile Schnüre wie die oben aufgezeigte „Berkley Nanofilschnur Ø0,12mm“ verwendet werden.

Wann verwendet man Nanofil?

Als abschließender Punkt soll nun noch die Frage wann einer Nanofile beim Forellenangeln der Vorzug gegeben werden sollte geklärt werden. Hierbei muss berücksichtigt werden, dass nanofile Schnüre eine sehr glatte Oberfläche besitzen. Diese glatte Oberfläche benötigen sie um ihre hohen Wurfdistanzen und Tragkräfte zu erreichen. Fischen wir unsere Forellen hauptsächlich in einem Gewässer, in welchem die Schnur oftmals an Hindernissen oder ähnlichem streift, so wird die Nanofile ihre glatte Oberfläche schnell verlieren.

Schauen wir uns den Preis im Vergleich zur deutlich günstigeren Monofilen an, so wird die Entscheidung auf die Monofile fallen. Sind die Gewässer jedoch weitgehend hindernissfrei, kannst du jederzeit die Vorteile der Nanofilen nutzen. Bei der geflochtenen Schnur ist es so, dass diese zwar keinen Preisvorteil im Vergleich zur Nanofilen aufzeigt, jedoch durch eine deutlich längere Einsatzzeit hervorsticht.

Die richtige Schnur zum Fliegenfischen

Die Wahl der richtigen Schnur beim Fliegenfischen mag zu Beginn wie eine Wissenschaft wirken. Es gibt schwimmende und sinkende Schnüre. Diese werden zusätzlich anhand ihres Wurfgewichtes in unterschiedliche Klassen eingeteilt. Dabei gilt stets, dass höhere Ziffern eine schwerere Schnur kennzeichnen. Als wäre dies noch nicht verwirrend genug, können Schnüre anhand ihrer Beschaffenheit weiter unterschieden werden. Folgende Abkürzungen sollten dem Fliegenfischer daher ein Begriff sein:

Übersicht Fliegenfischschnüre:

  • DT: Double Tapet, bezeichnet eine beidseitig verjüngte Schnur, welche sich gut zum Fischen mit der Trockenfliege oder der Nymphe auf kurze sowie mittlere Entfernung anbietet.
  • F: Floating, bezeichnet eine schwimmende Schnur.
  • F/S: Floating/Sinking, bezeichnet eine schwimmende Schnur mit sinkender Spitze.
  • I: Intermediate, bezeichnet eine langsam sinkende Schnur zum Fischen in mittlerer Tiefe.
  • S: Sinking, bezeichnet eine sinkende Schnur.
  • WF: Weight Forward, bezeichnet die sogenannte Keulenschnur, welche für weite Auswürfe beim Angeln gut geeignet ist und von den meisten Fliegenfischern verwendet wird.

Sämtliche Fliegenschnüre sind mit einer Abkürzung bezeichnet, welche sich wie folgt zusammensetzt: Zu Beginn findet sich zwei Buchstaben, welche die Art bezeichnen. Es folgt die Zahl, welche das Wurfgewicht kennzeichnet und damit für die Klassifizierung steht. Zuletzt folgt ein weiterer Buchstabe, welcher für die Schwimm/Sink-Eigenschaft der Schnur steht.

Beim Forellenangeln bietet sich meist eine schwimmende Keulenschnur wie die Greys Platinum Stealth WF-6-F an. Die Gewichtsklasse muss stets mit der Rute abgeglichen werden. Die Klasse 6 ist hier für Einsteiger zu empfehlen, da diese universell eingesetzt werden kann. Dieser Fall würde als WF-6-F abgekürzt werden.

Weitere interessante Themen

BELIEBTE THEMEN