Allgemeines zum Spinner

Der Spinner ist seit vielen Jahren einer der erfolgreichsten aktiven Kunstköder. Er funktioniert auf dem Prinzip eines rotierenden Blattes. Dadurch erzeugt er für Fische oftmals unwiderstehliche Druckwellen. Neben den Druckwellen ist sicherlich auch seine einfache Führungsart ein Grund für seinen guten Fangerfolg.
Der bekannteste Spinnertyp ist der Forellenspinner. Forellenspinner sind im Normalfall 3-5cm groß und speziell für das Forellenangeln entwickelt worden.

Da Forellen dazu neigen, selbst ihre eigene Brut zu fressen, sind die Spinner häufig mit Punkten im Forellenmuster versehen. Aber auch Streifen zur Imitation kleiner Barsche oder einfarbige Exemplare finden häufig Verwendung.

Aufbau und Funktion des Spinners

Ein Spinner besteht im Wesentlichen aus einen Drahtstift, der mit einem Körper aus Blei oder Messing am Ende bestückt ist. Mithilfe einer Metallöse sind ein oder mehrere Spinnerblätter vor dem Körper auf dem Drahtstift aufgefädelt.

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Das Spinnerblatt hat hierbei eine spezielle Form, die bei Bewegung im Wasser eine Rotation erzeugt. Durch das Einholen des Spinners im Wasser beginnt das Spinnerblatt zu rotieren und erzeugt somit verführerischen Druckwellen, denen Forellen nur schwer widerstehen können.

Einsatz von hochwertigen Wirbeln

Durch die Rotation des Spinnerblattes kann es durch Verdrehungen zur Beschädigung der Hauptschnur kommen. Aus diesem Grund ist es wichtig, beim Spinnerfischen hochwertige Wirbel einzusetzen!

Die Forellenspinnerarten

Klassische Forellenspinner

Unter diesem Punkt werden alle herkömmlichen Spinnerbaits zusammengefasst. Üblicherweise sind sie am Ende mit einem Drillingshaken, in seltenen Fällen auch mit einem einzelnen Haken, versehen. Die Spinnerblätter sorgen ohne zusätzliche Extras für die nötige Bewegung im Wasser.

Zu den besten Forellenspinnern gehört zurzeit die Linie „Aglia“ von Mepps. Hier sind die Modelle in den Farben Silber und Rot als besonders fängig bekannt. Besonders universell einsetzbar ist der Aglia Long Rainbow Silver Spinner:

Köder unterschiedlicher Farbe und Muster

Es ist empfehlenswert, Köder in unterschiedlichen Farben, aber auch unterschiedlichen Mustern mitzuführen. Für Einsteiger sind hierzu auch Sets mit Forellenspinnern in verschiedenster Ausführung eine gute Wahl.

Forellenspinner mit Wobbler

Eine häufige Kombination stellen die Spinnerbaits mit Wobbler dar. Hier ist der Metallkörper mit einem kleinen Fisch aus Gummi oder Hartplastik umhüllt. Die Spinnerblätter sind wie gewohnt vor dem Körper montiert. So wird für die Forelle der Eindruck erzeugt, dass mehrere kleine Fische hintereinander flüchten.

Forellenspinner mit Wobbler gut für Beifänge

Forellenspinner mit Wobbler sind dann eine hervorragende Wahl, wenn neben Forellen auch sonstige Raubfische vorhanden sind.

Auch bei den Forellenspinnern mit Wobbler sind die Spinner von Mepps hervorzuheben. Einmal mehr ist die Farbe Silber eines der beliebtesten Modelle:

Aber auch grelle Farben können zu großen Fischen führen. Als Abrundung der Köderpalette ist hier ein kleines Set unterschiedlicher Farbtöne zu empfehlen:

Forellenspinner mit Propeller

Vor allem beim Angeln in größeren Tiefen hat man bei Spinnern das Problem, dass in der Absinkphase kein Bissreiz produziert wird. Um auch in tiefen Gewässern erfolgreich zu sein, wurden die Spinner mit Propeller entwickelt.

Bei diesen Spinnern ist hinter dem Körper ein kleiner Propeller angebracht. Dieser sorgt sowohl beim Absinken als auch beim Einholen für zusätzliche Druckwellen und damit für mehr Aufmerksamkeit.

Diese Modelle sind meist mit einem Einzelhaken ausgestattet und in einfarbigem Design gehalten. Neben Forellen beißen vor allem auch Barsche.

So erkennt man qualitativ hochwertige Spinnerbaits

Es ist wichtig, dass man beim Einsatz von Spinnern auf eine gute Qualität achtet, um beim Fang erfolgreich zu sein. Folgende Punkte helfen, qualitativ hochwertige Spinnerbaits zu erkennen:

Hochwertige Spinnerbaits

  • Gute und flüssige Rotation der Spinnerblätter
  • Gute Hakenqualität
  • Sorgfältige Verarbeitung
  • Keine abblätternden Farben
  • Passendes Wurfgewicht

Gute Spinner haben meist auch einen guten Preis. Dennoch kaufe ich nach mehreren Fehlkäufen keine besonders günstigen Spinner mehr. Qualität spiegelt sich hier im Fangerfolg und Spaßfaktor wieder.

Die besten Farben

Bei Forellenspinnern ist es wichtig, dass sich die Farben am Gewässer orientieren. Als grobe Orientierung dient hierbei:

Farbwahl Forellenspinner

  • klare Gewässer = helle Köder
  • dunkle Gewässer = grelle Köder

Bei den hellen Ködern sind vor allem natürliche Farben und Muster zu empfehlen. Besonders Silber und Gold sind hier zu nennen, aber auch helle Rot-Töne sind eine gute Wahl.

Bei grellen Farben sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Hier gilt nur: Der Köder muss auffallen und auch bei schlechter Sicht für Reize sorgen.

Wann ist ein Forellenspinner empfehlenswert?

Der Spinner ist insbesondere dann ein ausgezeichneter Köder, wenn die Forellen auf der Jagd nach kleinen Fischen sind. Sind im Gewässer viel Fischbrut und kleinere Fische vorhanden, zählt der Forellenspinner auf jeden Fall zu den Top Ködern.

Forellenangeln mit Köderfisch

Ein weiterer, für den Fangerfolg des Spinners entscheidender, Punkt ist das Vorhandensein anderer Raubfische. Besteht die Möglichkeit und der Wunsch Barsche, Hechte oder sogar Zander als Beifang zu erbeuten, ist der Spinner ebenso stets eine gute Idee.

Die richtige Führung

Beim Angeln mit einem Spinner kann man kaum etwas falsch machen. Wichtig ist lediglich, dass die Wasserstörmung am Spinner schnell genug ist, so dass eine Rotationsbewegung entsteht.
Der Reiz wird durch eine ständige Bewegung erzeugt. Daher werden beim Einholen so gut wie nie Pausen gemacht.

Fließgewässer

In fließenden Gewässern empfiehlt es sich immer stromabwärts zu Werfen. Die Wasserstörmung hilft so bei der Erzeugung der Rotation.

Lediglich die Modelle mit Propeller eignen sich im geringen Ausmaß für eine Stop-and-go Technik. Die Geschwindigkeit beim Einholen kann hier nach Belieben variiert werden, auch wenn Forellen tendenziell eher auf schnelle Köder reagieren.

Befischen großer Flächen

Mit Spinnern kann man schnell große Flächen in unterschiedlichen Geschwindigkeiten befischen. Bleiben die Bisse aus, sollte die Farbe oder die Größe des Köders geändert werden. Ein bisschen Experimentierfreude schadet nie!

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