Der Wurm als Forellenköder

Der Wurm als Forellenköder

Der Wurm ist ein sehr häufig verwendeter Forellenköder, welcher oftmals mit sehr guten Fangerfolgen überzeugen kann. Beim Forellenangeln werden hauptsächlich die 2 Wurmarten „Kanadischer Tauwurm“ und „Dendrobena“ eingesetzt. Hierbei sind die Kanadischen Tauwürmer etwas größer und häufiger verwendet, die Dendrobena sind hingegen etwas strapazierfähiger, was einer längeren Lagerung zu Hause zu gute kommt. Die folgenden Informationen bezüglich der Anatomie, des Anbringens an den Haken usw. treffen auf beide Wurmarten zu.


Kanadischer Tauwurm


Dendrobena

Körperaufbau des Forellenköders Wurm

Wenn wir den Wurm vor uns liegen haben, so können wir diesen in 3 Bereiche, welche als Segmente bezeichnet werden, einteilen.

Der erste Bereich ist der Kopfbereich in welchem sich die lebenswichtigen Organe befinden. Werden diese verletzt, so verendet der Wurm innerhalb kurzer Zeit.

Der zweite Bereich, welcher nur bei geschlechtsreifen Tieren eingeschnürt ist, ist sehr deutlich durch diese Einschnürung erkennbar. Innerhalb dieser Einschnürung befinden sich die Geschlechtsorgane des Wurmes. Da der Wurm zu den Zwittern gehört, gibt es hier keine Unterschiede zwischen Männchen und Weibchen. Eine Verletzung im Bereich der Einschnürung führt daher ebenfalls zu einer schnellen Verendung des Wurmes.

Der letzte Bereich ist der Schwanzteil. Dieser besteht aus nahezu identischen Teilen. Je älter ein Wurm wird, desto mehr Ringteile besitzt er, wobei die Obergrenze bei etwa 200 Teilen, was einer Länge von ca. 30cm und einem Durchmesser von ca. 1cm entspricht. Eine Verletzung oder gar eine Abtrennung in diesem Schwanzbereich übersteht ein Wurm oftmals sehr gut, wodurch sich dieser Bereich zum Anhaken empfiehlt.

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Lebensdauer des Wurms unter Wasser

Ein weitverbreiteter Irrglauben ist, dass Würmer bei Regen an die Erdoberfläche kommen um nicht zu ertrinken. Der wirkliche Grund warum sie an die Erdoberfläche kommen ist noch nicht geklärt jedoch ist klar dass es nichts mit dem Ertrinken zu tun hat. Dies liegt daran, dass der Wurm über seine Haut atmet. Evolutionsbedingt ist es ihm hierbei möglich auch im Wasser zu atmen, solange das Wasser über eine ausreichende Sauerstoffsättigung verfügt.
Diese Eigenschaft macht den Wurm für uns Angler zu einem nahezu idealen Köder. Sie ermöglich es uns den Wurm über lange Zeit sehr als Fischleckerbissen zu präsentieren.

Das richtige Anködern des Forellenköders Wurm

Bei Forellenangeln gibt es im Wesentlichen 2 verschiedene Arten den Wurm anzuködern.

Anködermethode ganzer Wurm am Haken

Die erste Möglichkeit ist das mehrmalige Aufhaken des Wurmschwanzes (wie auf dem Bild zu sehen) auf den Haken.

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Hierfür empfiehlt es sich einen speziellen Wurmhaken wie den Cormoran PROFILINE Wurmhaken zu verwenden. Dieser spezielle Wurmhaken verfügt (wie auf dem Bild zu sehen) über zusätzliche Widerhaken am Hakenschenkel, welche den Wurm deutlich besser fixieren.

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Cormoran PROFILINE Wurmhaken

Des Weiteren muss darauf geachtet werden, dass die Hakenspitze frei bleibt und der Wurm bis über den Widerhaken geschoben wird.

Diese Art der Anköderung bringt folgende Vorteile mit sich:

  • große Lockwirkung durch abstehende Wurmenden
  • Bewegungen des Wurms möglich
  • Einfaches Anködern ohne Ködernadel etc.

Sie hat jedoch auch folgende Nachteile:

  • Speziell für kleineren Forellen sehr großer Köder
  • Fehlbisse/Zupfer am losen Wurmende möglich

Die Fehlbisse/Zupfer sind jedoch beherrschbar, wenn ihr bei einem Biss lediglich den Anschlag etwas später setzt.

Anködermethode Wurmstück auf dem Haken

Die andere Möglichkeit der Wurmanköderung beim Forellenangeln ist, nur ein Stück vom Wurm (wie auf dem Bild zu sehen) auf den Haken zu fädeln.

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Für dieses Auffädeln verwendet ihr am besten eine Ködernadel, mit welcher ihr den Köder wie gewünscht auf den Haken ziehen könnt.

Ködernadel

Wie bei der anderen Anködermethode ist es auch hier wichtig, dass ihr die Hakenspitze frei bleibt. Eine freie Hakenspitze senkt die Fehlbisse beim Forellenangeln deutlich, da sich die Forelle so viel einfacher haken kann.

Aufbewahrung von Würmern

Jeder von euch kennt sicher das Problem dass er Würmer benötigt, jedoch kein offener Angelladen in der Nähe ist. Hier könnt ihr euch durch einen kleinen eigenen Wurmvorrat Abhilfe schaffen.

Die Würmer lassen sich sehr gut in einen Eimer, welcher oben und unten kleine Lüftungslöcher hat hältern. In diesen Eimer legt ihr zuerst etwa 5cm hoch Tonscherben. Die Tonscherben nehmen eine zu hohe Feuchtigkeit auf und verhindern somit ein schimmeln der Erde.

Darüber fügt ihr eine Schicht mit 10-15cm Erde hinzu, welche nicht gedüngt sein darf. Auf diese Schicht legt ihr feuchtes, jedoch nicht nasses Toilettenpapier. Dieses bringt die benötigte Feuchtigkeit in den Eimer und dient den Würmer ebenso als Nahrung. Es empfiehlt sich jedoch den Würmern auch etwas Blätter etc. als Nahrung zu geben.

Solltet ihr tote oder verletzte Würmer in eurem Eimer entdecken, so ist es sehr wichtig diese umgehend auszusortieren. Diese toten oder verletzen Würmer stecken ansonsten die gesunden sehr schnell mit Fäulnisbakterien an, wodurch diese ebenfalls verenden.

Den Beginn einer solchen Wurmhälterung könnt ihr euch auch mit einem der folgenden Produkte vereinfachen.

250 Tauwürmer

Regenwurmzuchtset 1000 Stück

Wurmfarm

weitere natürliche Forellenköder sind:

  • Mais
  • Honigbienenmaden
  • Forellenteig