Die Bachforelle

Die Bachforelle

(lat. Salmo trutta fario)

Bachforelle mit Kescher

Die Bachforelle, welche im Vergleich zur Regenbogenforelle in Deutschland heimisch ist, ist ein sehr beliebter Speisefisch. Sie kommt in nahezu ganz Europa und Kleinasien vor. Sie ist in ihrer Naturform vor allem in kühleren, sauerstoffreichen Flüssen und Bächen zu finden.

Die Forellenregion, welche nach der dort vorkommenden Forelle benannt ist, ist der quellnahste Teil unserer Fließgewässer. Hier ist die Bachforelle, zusammen mit der Groppe, häufig die einzig vorhandene Fischart. Durch die dort vorhandene Nahrungsknappheit bleibt sie in der Forellenregion jedoch sehr klein, wodurch sie im Volksmund oft als Steinforelle bezeichnet wird.

Die Bachforelle kommt bei passenden Gewässerbedingungen jedoch auch weiter stromabwärts in pflanzenreichen und schlammfreien Abschnitten mit entsprechend hohem Sauerstoffgehalt vor. Hier kann sie Größen von bis zu 1 Meter und ein Gewicht von bis zu 15Kg erreichen. Sie kann bei ausreichender Sauerstoffsättigung sogar bis in der Äschenregion und Barbenregion ansässig werden, da ihr Wassertemperaturen bis zu 20 °C nichts ausmachen.

Die außerhalb dieser Abschnitte anzutreffenden Bachforellen kommen meist von menschlichem Besatz, welcher oftmals auch in Seen, Teichen und durch Wehre oder ähnliches abgeschnitten Flussabschnitte stattfindet. Ebenso wird die Bachforelle oftmals auch in den sogenannten Forellenteichen, welche nahezu wöchentlich besetzt und durchgehend befischt werden, eingesetzt. An diesen Forellenteichen können häufig Tageskarten mit einer Fangbeschränkung gelöst werden.

Im Vergleich zu manchen Arten der Regenbogenforelle ist die Bachforelle standorttreu. Ihr heimisches Revier verlässt sie ausschließlich in der Fortpflanzungszeit, um die geeigneten Laichplätze zu erreichen.

Körper der Bachforelle

Kennzeichnend für die Bachforelle sind die, auf Höhe der Seitenlinie und unteren Körperhälfte vorhandene rote, hell umrandete Punkte. Durch diese Punkte kann die Bachforelle sehr einfach von der Regenbogenforelle, welche diese Punkte nicht aufweist, unterschieden werden. Auf der Rückenflosse und der Fettflosse der Bachforelle sind ebenfalls rote Punkte zu finden, jedoch sind diese hier in deutlich kleinerer Anzahl vorhanden und von vielen schwarzen Flecken umgeben. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist das Maul, dieses reicht bei der Bachforelle im Vergleich zu der Regenbogenforelle bis hinter die Augen. Was nur wenigen bekannt sein dürfte, sind die Bezeichnungen Schwarzforelle und Weißforelle, welche lediglich auf Forellen mit besonders hellem bzw. dunklem Rücken hinweisen.

Bachforelle

Lebensraum und Fortpflanzung

Die Bachforelle ist, ähnlich wie der Hecht, ein Revierfisch. Diese Revier, welches sie gegen Konkurrenten verteidigt, verlassen sie ausschließlich zu Fortpflanzungszeit zwischen November und Januar. Ihre Laichplätze finden die Bachforellen an sauerstoffreiche, flachüberströmte Kiesstränden. Hier schlägt die Weibliche Bachforelle mit ihrem Schwanz eine Laichgrube, in welche sie ihre Eier ablegt. Es soll hier nicht unerwähnt bleiben, dass eine Weibliche Bachforelle pro 1 Gramm Körpergewicht ca. 1 Ei in der Saison produziert.

Was die Futtersuche der Bachforellen angeht, so verstecken sich diese gerne in strömungsgeschützten Stellen, welche in der Strömung liegen. Diese Stellen können beispielsweise vom Grundbewuchs freie Platten, Steine oder auch Uferböschungen sein, in welchen sie auf vorbeischwimmendes Futter, oder auf der Wasseroberfläche landende Insekten warten.

Nach Sonnenuntergang bleiben die Bachforellen in diesen Lauerpositionen und machen Jagt auf vorbeischwimmende Insektenlarven. Die nahrungsreichste Zeit ist in warmen Sommernächten, wenn tausende von Köcherfliegen am Gewässergrund aus ihren Puppenhüllen schlüpfen, zur Wasseroberfläche aufsteigen um dort ihre Flügel zu entfalten und fortzufliegen.

Speziell für uns Angler sehr interessant ist der Aufenthaltsort der Bachforellen in den unterschiedlichen Entwicklungsstadien, so sind Jungbachforellen, welche gerade erst mit dem schwimmen begonnen haben meist am Gewässergrund zwischen den dort vorhanden Steinen zu finden.

Die einjährigen Bachforellen, beginnen mit der Jagd nach der Nahrung, welche mit dem Strom angetragen wird. Die Jagd nach Kleinfischen, Kaulquappen und anfliegenden Insekten überlassen sie jedoch den ausgewachsenen Bachforellen. Sind die einjährigen Forellen dann zu halbwüchsigen Forellen herangewachsen, ziehen sie aus dem elterlichen Revier aus und suchen sich ihr eigenes.